PM: Sanierung der Erzdiözese Maribor mit Unterstützung von Jaufer Rechtsanwälte geglückt

Die Erzdiözese Maribor wurde durch einen Finanzskandal in eine tiefe wirtschaftliche Krise gestürzt. Ab 2012 wurde die zweitgrößte slowenische Diözese mit Hilfe der Diözese Graz-Seckau wirtschaftlich saniert. Dieser Restrukturierungsprozess wurde nun zu einem erfolgreichen Abschluss gebracht und damit ist die Erzdiözese wieder voll geschäftsfähig. In den letzten 10 Jahren wurde mit den Gläubigern der Erzdiözese eine Restrukturierungsvereinbarung, die im Wesentlichen die Verwertung des gesamten Vermögens – vor allem Liegenschaften – vorsah, verhandelt und seit 2015 in Umsetzung gebracht. Die mehrheitlich vorhandenen Finanzgläubiger haben aus dem Gesamtverwertungserlös im Ergebnis eine Refinanzierungsquote von knapp unter 50% erhalten, was letztendlich mehr war, als ursprünglich 2014 prognostiziert.
 
Nach mehreren schwierigen Jahren ist es so weit, dass die Erzdiözese Maribor wieder neu anfangen kann. Ohne die Hilfe und Unterstützung der Diözese Graz-Seckau wäre das nicht möglich gewesen„, bedankte sich Erzbischof Cvikl bei Bischof Krautwaschl.
 
Die Diözese Graz-Seckau war seit 2012 – unter der Leitung des damaligen Wirtschaftsdirektors der Diözese Graz-Seckau und der heutige Caritasdirektor, Herbert Beigelböck – bei der wirtschaftlichen Sanierung der Erzdiözese Maribor intensiv beratend tätig. Dabei wurde zuerst eine Due-Diligence zur Erhebung eines wirtschaftlichen und rechtlichen Status durchgeführt, auf deren Grundlage dann eine außergerichtliche Restrukturierung der Erzdiözese angestrebt wurde. Als Legal-Lead Counsel wurde von Beginn an der international erfahrene Sanierungs- und Insolvenzexperte Dr. Clemens Jaufer mit seinem Team von der Grazer Diözese betraut und hat die vom ehemaligen Diözesanbischof Egon Kapellari eingesetzte Arbeitsgruppe bei der Umsetzung der Restrukturierung begleitet. 
 
Als Teil der Restrukturierung hat die Diözese Graz-Seckau gemeinsam mit der Erzdiözese Salzburg und der Diözese Gurk-Klagenfurt eine Stiftung gegründet, mit der man die Eigentümerstruktur des Bischofshauses in Maribor und von Gebäuden der Dompfarre sichern konnte. Diese Stiftung wird daher in den nächsten Jahren weitergeführt. Darüber hinaus waren keine Aufwendungen aus österreichischen Diözesen notwendig.
 
Jaufer hat sowohl während der Entscheidungsfindung in der Erzdiözese im Zuge der Due-Diligence-Phase als auch bei der Verhandlung der endgültigen Restrukturierungsvereinbarung mit den Finanzgläubigern sowie bei deren Umsetzung an der Sanierung mitgewirkt. Mit der vollständigen Verwertung des Vermögens der Erzdiözese Maribor wurde die Restrukturierungsvereinbarung erfüllt und ist die Sanierung der Erzdiözese Maribor geglückt, womit auch die von der helfenden Diözese Graz-Seckau eingesetzte Arbeitsgruppe ihre Tätigkeiten in der Beratung der Erzdiözese Maribor erfolgreich beendet hat. Die Gläubiger erhielten eine deutlich bessere Quote als erwartet.
 
Es war ein sehr anspruchsvoller Case: unsere Empfehlungen mussten zwischen kirchenrechtlichen Regelungen und staatlichem (slowenischem) Zivilrecht aufbereitet werden. Die Verhandlungen mit den Finanzgläubigern waren darüber hinaus aufgrund der Vielfalt unterschiedlicher Jurisdiktionen und damit kulturell verschiedener Restrukturierungspraxen, aus denen einzelne Gläubigerbanken stammten, sowie der für jeglichen Restrukturierungsschritt erforderliche Kirchen interne Genehmigung, dies bis zur Gesamtgenehmigung durch den Vatikan sehr herausfordernd,“ so Clemens Jaufer, der den Prozess von Beginn an federführend begleitet hatte.
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